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Siehe, ein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer


Mit diesem Spruch aus den Losungen beginnt an diesem Wochenende die Adventszeit. Und somit auch ein neues Kirchenjahr. Weihnachten steht vor der Tür, auch wenn viele es noch gar nicht glauben können.

In dieser Zeit will und soll er kommen – der „König“, der „Gerechte“ und der „Helfer“. 

Wenn ich daran zurück denke, wie viele in diesem Jahr die königlichen Hochzeiten verfolgt haben, besteht durchaus ein Markt für Könige und royale Vertreter. Viele sind interessiert und wenn bei ihnen zu Hause ein König vor der Tür stehen würde, würden viele sehr überrascht sein. Doch dieser König ist anders als andere Könige.

Er ist ein Gerechter. Also einer, der sich für die Gerechtigkeit einsetzt. Einer, dem das Recht wichtig ist. Also einer, den unsere Welt in diesen Zeiten gut gebrauchen kann. Aber will ich diesen Gerechten überhaupt? Wäre doch möglich, dass dieser König, der sich für die Rechte einsetzt, meine eigene Ungerechtigkeit sieht und anprangert. Dass er mich auf frischer Tat ertappt bei meinem menschlichen Versagen, meinem Fehlverhalten und mein „Auge zudrücken“ in unangenehmen Situationen. Wenn dieser Gerechte kommt, könnte es für mich selbst vielleicht auch unangenehm werden. Vielleicht sollte ich darum die Tür dann besser gar nicht aufmachen.

Dann sitze ich im meinem stillen Kämmerlein und erfreue mich meines Lebens. Oder vielleicht doch nicht? Wer ist denn dann da, wer ist bei mir? Meine Familie, meine Freunde, Menschen, die ich liebe und die mir vertraut sind? Würden diese Menschen mir immer ehrlich ihre Meinung sagen? 

Vielleicht ist es doch gut, die Tür vor dem König und dem Gerechten nicht ganz zu verschließen. Denn er soll ja auch ein Helfer sein.  Jemand, der mir hilft, den kann ich gut gebrauchen. Einer der mir beisteht mit meinen inneren Ängsten, Nöten und Sorgen. Jemand, der mich kennt und dem ich mich ganz anvertrauen kann.   

Jesus kommt zu uns. Er ist der Gerechte und unser Helfer. In der nun beginnenden Adventszeit warten wir auf ihn. Und für uns wäre es sicherlich gut, ihn in unsere Herzen einzulassen und von seiner Botschaft etwas anzunehmen.  Um unseretwillen. Und um einer besseren Welt willen.

Vielleicht nutzen wir die Adventszeit in diesem Jahr einmal anders. Weniger um in Weihnachtsstress auszubrechen, sondern mehr um innere Ruhe und Frieden zu finden. Mit seiner, mit Jesu, und mit Gottes Hilfe.

Diakon Hans-Wilhelm Krämer, Jugendreferent der ev. Jugend Bünde - Ost

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