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Neue Chance für den Führerschein


DROBS hilft bei der MPU-Vorbereitung / Kurs beginnt am 1. März 2012

Eleonora Neufeld und ihr neuer Kollege Fabian Drosselmeier leiten die DROBS-Vorbereitungskurse „Leitplanke“

Kreis Herford. Bei Drogen im Straßenverkehr kennen die Behörden keinen Spaß. Wer auffällt, dem wird der Führerschein entzogen. Erst wenn man wieder drogenfrei lebt, kann man eine neue Chance erhalten. Die DROBS hilft dabei.

Der Lappen ist schneller weg, als man denkt. Dabei muss man noch nicht einmal „high“ mit dem Auto unterwegs gewesen sein. Das Straßenverkehrsamt kann die Fahrerlaubnis bereits entziehen, wenn es erfährt, dass jemand illegale Drogen wie zum Beispiel Haschisch, Opiate oder synthetische Rauschmittel konsumiert. Und wenn die Fahrerlaubnis erst einmal weg ist, bekommt man sie so schnell nicht zurück. „Einige Substanzen sind sehr lange im Körper nachweisbar“, berichtet Eleonora Neufeld von der Drogenberatungsstelle (DROBS) des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Herford.

Wer nach dem Führerscheinverlust einen Neuanfang will, muss nachweisen, dass Drogen im eigenen Leben keine Rolle mehr spielen. Dazu muss man mindestens ein Jahr drogenfrei leben; das wird mit regelmäßigen Drogentests überprüft.

Eine weitere sehr wichtige Hürde ist die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). Diese im Volksmund „Idiotentest“ genannte individuelle Beurteilung ist wesentlich komplexer, als es der verharmlosende volkstümliche Begriff vermuten lässt.
 
Bei einer MPU erstellen zertifizierte Prüfer für die Straßenverkehrsbehörde eine Prognose zur Verkehrsbewährung des Antragstellers. Nur mit einer positiven Empfehlung kann man den Führerschein wiedererlangen. „Auf eine MPU sollte man sich möglichst gut vorbereiten“, empfiehlt Neufeld. Deswegen leitet die Sozialpädagogin gemeinsam mit ihrem Kollegen Fabian Drosselmeier spezielle Vorbereitungskurse mit dem Namen „Leitplanke“.

Die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs ist zwar nicht verpflichtend, aber erhöht nach Aussage der DROBS die Chance auf eine positive MPU-Beurteilung um ein Vielfaches. Drosselmeier: „Viele der Teilnehmer haben eine persönliche Veränderung durchgemacht, wenn sie sich zum Vorbereitungskurs anmelden. Manchmal hat gerade der Führerscheinentzug zum Umdenken beigetragen.“ Der Sozialarbeiter und evangelische Diakon verstärkt seit 2011 das DROBS-Team.

Der nächste Vorbereitungskurs bei der DROBS in Herford beginnt am 1. März 2012. Zu den Themen der zehn Gruppensitzungen gehören unter anderem das Stärken der Eigenverantwortung von den Teilnehmern, das Erreichen von Einstellungs- und Verhaltensänderungen sowie das Auseinandersetzen mit der eigenen Lebensgeschichte. Drosselmeier: „Bei einer MPU kann man offen über die Vergangenheit erzählen, aber gleichzeitig muss man glaubhaft machen, dass sich etwas verändert hat.“

Das Mitarbeiterteam der DROBS unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.

Weitere Infos zur Drogenberatung und MPU-Vorbereitung gibt’s für Betroffene und Angehörige per Telefon (05221) 16590 und im Internet unter „www.drogenberatung-herford.de “.

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